Verpackung, Transport, Compliance des Händlers:
Jerry W. Smith beantwortete meine Anfrage als potentieller Kunde promt und detailliert. Er hat mir alle Fragen bzgl. technischer Ausführung der Kuppel sowie Montageanleitungen schon im Vorfeld per post zugestellt.
Die Bezahlung erfolgte via Banktransfer, die Lieferung an die Adresse eines Freundes.
(Sternwarte außerhalb Linz)
Ich erinnere mich an Jerry als einen Vollprofi, der seinen Job sehr gut und zuverlässig erledigt hat. Er hat sich selbst erkundigt, ob der Transport reibungslos über die Bühne gegangen ist.
Die Verpackung des home dome:


Die Transportkiste war sehr stabil gestaltet und für den langen Transport von USA nach Österreich angemessen.
Der Innenraum wurde durch mehrere Stützen vor achsialerr Belastung geschütz.
Zusammenbau:
Durch eine präzise Anleitung inform eines mit der post im Vorfeld gesendeten booklets war der Zusammenbau denkbar einfach. Der Base-Ring, sowie der rectangular skirt, der als Adpater vom runden Dom auf einen quadratischen Grundbau wasserdicht abschließt bestehen aus 4 symmetrischen Elementen.

Der auf dem Base-Ring sitzende Aufbau besteht aus einer 4-teiligen Schürze, die wiederum ihrerseits letztlich die beiden symmetrischen Domhälften trägt, die mit dem planen, asphärischen Shuttersystem verbunden sind. Damit wird beim Zusammenbau ein Abgleiten der Domhälften vermieden, was die Sache sehr erleichtert hat.
Die 4 Domhälften wurden je an einem breiten nach innen gekremten Flansch mit 5 Schrauben-Muttern verschraubt. Bereits jetzt ohne Silikonierung bestanden regenwasserdichte Verhältnisse. Der Pfeil zeigt den Flansch.

Der Shutter
besteht aus 3 Elementen. Das hintere Element ist zugleich jenes, welche die beiden Domhälften miteinander fix verbindet. Der Shutter erlaubt eine Öffnung von 93 cm in der Breite und auch eine "Über den Zenit" - öffnung von bequemen 120°.
Zur leichteren Öffnung habe ich mir einen einfachen aber funktionellen Seilzug eingebaut. Die hochverdichteten Polyethylen - Gleitflächen des Shutters habe ich mit Solikonölsprays eingelassen. Sie lassen sich mühelos öffnen
Im Bild einer der beiden PE - Balken (5 Schrauben versenkt) , die der Verankerung der Shutterelemente beim Schließen dienten.



Ein Rollschekel hält die Gleitrolle, welche ein geflochtenes (8mm) Seil führt. Rechts im Bild die Verankerung an der Shutter-kante und die PE-Fläche sichtbar.
Ist der Shutter gschlossen, verankert er sich stabil ineinander mittels 2er schräger PE - Balken. Beim Öffnen gleiten die Shutterelemente übereinandner aus dieser Verankerung heraus. Ein einfacher und zugleich genailer Mechanismus, den sich Jerry ausgedacht hat.
Hier gibt`s mehr zum Thema "Shutter"
Die zusammengestellte fertige Kuppel wurde mit einem Traktor von Gottfried (Danke Goff!!!) und an diesem befestigte horizontale Balken gestellt und auf die Warte gehoben (2m über Grund)
Zur besseren Verwindungssteifigkeit wurden 2 Holzleisten vorübergehend in den Shutterbereich geschraubt.

Die Verschraubung mit dem Unterbau erfolgte mittels Gestellschrauben M10/100
DAbei wurde mit der Wasserwaage auf genaue waagerechte Ausrichtung der Kuppel geachtet. Mit insgesamt 16 M10/100 Holzgestellschrauben wurde letztlich die Kuppe mit dem Holzunterbau verbunden und erweist sich seit einem Jahe als sehr stabil. Keine Schraubenlockerung bisher und viele Stürme wurden überlebt.

Der Dom selbst läßt sich völlig mühelost mit 2 Finger auf den 20 Rollen in jede beliebige Richtung drehen. Dabei wurde auf der Unterseite des Domes, auf der die Rollen greifen, von Jerry die glatte Oberfläche mit kleinen eingelassenen Kristallen versehen, sodaß die Rollen besseren Kontakt zur Gleitfläche erhalten und immer alle Rollen gleichzeitig Kontakt zur Kuppel haben. Ein Abrollen vom Laufsteeg bzw ein Misaligment der Kuppel von den Rädern wird durch zusätzliche seitliche Roller (innen am Basering) vermieden.
Zur Vereinfachung der Bedienung der Kuppel im Dunklen dienen 4 Handgriffe, die ich an der Kuppelinnenseite montiert habe.
Alle Überlappungssstellen der Glasfiberteile (Rectangularskirt, 4 Domhälften, Shutter) habe ich zusätzlich mit Silikon abgedichtet. Es ist seit Bestehen der Kuppel noch niemals Wasser eingedrungen, nicht ein Tropfen!

Selbst der harte und lange Winter 05/06 kommte dem Dom und seinen schutzbefohlenen Instrumenten nichts anhaben.
Materialien
Jerry hat sich für hochqualitative Werkstoffe entschieden. Das verwendete Fiberglas ist eine spezielle Mischung, die absolut witterungsbeständig ist und an der Oberfläche mit hochreflektivem weißer Beschictung außen versehen ist. Die Innenseite ist dunkelblau gehalten und weist eine rauhe Oberfläche auf, sodaß keine lästigen Reflexe von der Kuppelinnenwand in Richtung Kamera geworfen werden können.
Der Home-Dome 10 (3 m) ist in seiner Eleganz und Funktionalität eine wunderbare Bereicherung fpr meine Sternwarte und eine angemessene Schutzbehausung für meine Instrumente.