Design, Erscheinugsform, Lackierung:

Das Design besticht durch seine konzeptionelle Reinheit und durch seine Schlichtheit bei gleichzeitiger Eleganz!
Die Verarbeitung des Tubus, der CNC Rohrschellen und der Front - und Deckplatte wurde makellos, stabil und formschön bewerkstelligt. In der Deckplatte befindet sich der 3,5 " Feathertouch Starlight OAZ, der weiter unten beschrieben wird.Desweiteren bieten 2 elegante Silberstahlgriffe die erfoderliche Stabilität beim Hantieren des Gerätes. In der Frontplatte ist die Linsenfassung stabil und dennoch justierbar eingelassen. Die Taukappe ist fix verschraubt und zeigt eine ausreichende Länge sowie mattschwarzes Inneres.
Die Lackierung ist überaus genau gearbeitet und stabil.
Taukappe, Tubus, CNC Rohrschellen:
Taukappe und Tubus sind innen absolut matt-schwarz belegt. Es gibt keinerlei Reflexe.

(the interior of the tube (sun in the west - dist. 20°)
Der Tubus ist exakt rund im Querschnitt und hält seinen Durchmesser konstant auf den Millimeter genau von vorne bis hinten.
Der Objektivdeckel ist sehr leicht gehalten in Plexiglas. Er könnte aber etwas exakter abdichten.
CNC Rohrschellen fassen den Tubus klammerartig. dabei sind sie jeweils aus 2 symmetrischen Elementen aufgebaut. Tubusseitig befindet sich lackschützender Filz. Die Stabilität ist enorm. Bauch und Rückenseits befindet sich jeweils eine Planstelle, zur Befestigung der Schellen auf der Basisplatte einer Montierung bzw zur Fixierung eines Leitfernrohres bzw einer Adapterplatte gegenüber.
Okularauszug von Starlight Instruments
Feathertouch so heißt der OAZ völlig zurecht. Denn obwohl 3,5" im Durchmesser gewährleistet er eine absolut spielfreie Fokussierung die sich federleicht über den gesamten Verstellbereich zeigt, den der OAZ bietet. Mittels einer griffigen Stellschraube läßt sich die Leichtgängigkeit variieren, sodaß in jedem Fall der Fokus niemals verloren gehen kann, egal ob mit Okular oder schwerer CCD Kamera belastet.
Die Möglichkeit der 360° Rotation ist äußerst hilfreich insbesondere im Hinblick auf CCD Fotografie.
Der OAZ bietet eine Millimeternoniusskala, sodaß der Fokusbereich voreingestellt und quasi "abgespeichert" werden kann.
Der Innenraum des OAZ verfügt über Miniblenden und eine absolut matt schwarze Anodisierung. Es gibt hier keinerlei Reflexe.
Tripel APO Linse und Fassung:
TMB Linsen befinden sich in einer justierbaren Fassung. Die Vergütung ist allerdings nicht überwältigend hinsichtlich Reflexverhalten. Es zeigen sich sehr wohl Reflexbilder sowohl beim 90° Aufblick als auch von schräg. Dennoch hält sich das in Grenzen. Die Optikqualität bei dieser beachtlichen Öffnung ist hier dokumentiert. Laut TMB ist es die beste aller 9" APO Linsensysteme.
Planspiegel:
Lichtenknecker und Berlinerglas haben hervorragende Arbeit geleistet. Nicht nur in der Planizität (siehe Testbericht) sondern insbesondere in der Vergütung zeigt sich die Qualität! Die Spiegel sind absolut farbneutral!
Beobachtungsberichte: (ein Anfang ist gemacht)
First light 27.3.2006
Am frühen Nachmittag bei durchziehenden Wolken war ein kurzer Blick auf die Sonne möglich. Dazu benutzte ich das Baader Herschelprisma mit dem Solar Continuumfilter und einem Graufilter zur Reduktion des Lichtes.
Im 35 PO zeigte ishc die Sonne in voller Pracht und ihrer glanzvollen scheibenförmigen Erscheinung. Natürlich zeigte sich die Granulation über die gesamte Oberfläche gestochen scharf! Das blieb auch so erfreulicherweise bei 300 facher Vergrößerung. Auch jetzt noch immer die Granulation und die Flares herrlich zu sehen. Sonnenflecken gab es leider keine zu sehen. Dafür kamen dann im weiteren Wolken,...Ende,...
Leider zwischen bzw vor Eintreffen einer dichten Wolkendecke (unruhige Luft mit stark wechselndem seeing 4-6/10) konnte ich noch rasch am Abend einen Blick auf den Saturn erhaschen. Dazu benutzte ich den Baader Großfeld-Binoansatz mit dem 1,25 GWK (also 2500mm Brennweite) und folgende Okulare:
24mm PO, 19mm PO sowie 11mm Nagler: Natürlich ist das keine Herausforderung für den TMB APO. Aber es zeichnete sich schon bei den PO eine hervorragende, alles bisher erlebte Kontraststärke ab und eine Bildschärfe, die ich mit keinem Teleskop bisher erlebt habe (14" SC, 16" SC, 20" Lomo Cass, 14" Newton,..Strehl 0,97) Daher wechselte ich rasch zu den
7mm Nagler und 3,5 Nagler Das entspricht einer maximalen Vergrößerung von 730! Man sagt, gute Apos sollen das 3fache ihres Objektiv-DM (mm) leisten können. Nun:
Cassiniteilung wie mit einem spitzen Bleistift auf Papier gezogen, rasiermesserscharfe Begrenzungen! Unterschieldiche Kontraste im Ring! A,B UND C Ring !!!
Am Planeten das zentrale hellgelbe Band klar strukturiert und die beiden Begrenzungsbänder deutlich sichtbar! Blickweise bei gutem Seeing weitere Bänder sichtbar!!! Für Encke hat das seeing nicht gereicht,...mal sehen was noch kommt!
M65, 66, NGC 3628 mit dem 41mm PO primärfokal - braucht man nicht erst nach der NGC zu suchen, sie fällt einem förmlich ins Auge! Und zwar mit ihren typischen hantelförmigen Ausläufern! Der Kontrast auch hier beeindruckend!
6.4.2006 first light on Moon:
Bei wiederum schlechten Bedingugen (Wolkenfelder zogen ständig durch) nahm ich wieder das GroßfeldBino mit dem 1,25 GWK um zuerst in einer Übersichtsvergößerung mit den beiden 24 PO mal mich einzustimmen: Unter gewaltigem Kontrast und ebensolcher messerscharfen Zeichnung zeigten sich schon die Strukturen, die mich heute vorwiegend aufgrund optimaler Beleuchtungsverhjältnisse besonders interessierten:
Daher gleich weiter mit dem 19mm NAgler und den 11er und 7er Nagler Okularen:
Hadley Rille unter 360 knackscharf und mit den Unterbrechungen und Knicken sowie den inliegenden kleinen Kratern!
Lange Wand mit dem herrlich zerklüfteten und von kleinsten Kratern übersäaten Hochplateau. Die bekannten 5 kleinen Krater, die in einem Pentagramm angeordnet sind, waren superscharf z usehen. Rima Birt mit der Unterbrechung sowieso.
Alpental das ultimative Erlebnis! Mit keinem Fernrohr zuvor (14" SC, 16" SC und 20" Cass von Lomo) hatte ich zuvor jemals auch nur andeutungsweise ddie Zentralrille des Alpentales gesehen! Nicht nur erahnt, sondern gesehen!!! Ein echt überwältigender Anblick!!! Höchst kontrastreich und scharf bis in die Ecken!
Jupiter: Bei 30° hoch überm Horizont und trotz Gewabere der Luft sah man die Monde als unterschiedlich große und unterschiedlich helle ganz klar und scharf begrenzte Scheiben! Die Details am Planeten reichten von den weißen kleinerne Ovalen, über Strukturen im GRF bis hin zu den herrlichen blauen Sprays in Äquatorgegend. All das unter Bader Bino mit 1,25 GWK und 360 fach.
7.4.2006: First light Fotografie:
Das Fokussieren auf die ccd mit dem Feahtertouch ist einfach traumhaft easy!!! der fokus kommt promt und ganz klar. Völlig spielfrei erhält man innheralb kürzester Zeit den optimalen Fokus. Wenn ich da an die Spielerei denke mit den SC,...
Galaxienbilder
Nebel
Kugelsternhaufen
Planeten
Obwohl Mond hoch am Himmel stand und die Transparenz äußerst mies war, reichte es für diese Testaufnahmen. Das Seeing war leider ebenso schlecht 3-4/10; Transp 2-3/10, schlechter Kontrast (Feinstaub?)
13.6.2006: Doppelsterntest
Das theoretische Auflösungsvermögen der Optik beträgt in etwa 0,53 ". Ich wollte sehen, ob ich da visuell rankomme. Immerhin gab es viele kritische Stimmen gegen einen Faltrefraktor, weil ja 2 zusätzliche "Fehlerquellen" in form der beiden Planspiegel die Gesamtperformance stören könnten,...um`s vorwegzunehmen: weit gefehlt - ihr Zweifler!!!
Seeing 4-5/10; Baader Großfeldbino (mit 1,25 GWK) und 5mm Burgess Okulare (512 fach)
Zum Aufwärmen entschied ich mich für einen Klassiker. Zeta Bottis - ein 1,2" Doppelstern. Keine Herausforderung für die Optik.
Daher gleich in medias res. Hier die chronologische Reihenfolge aus dem Katalog ADS:
ADS 10850: Ein Doppelstern mit einer Komponentenhelligkeit von 7m2 und 7m4 bei einer Trennung von 0,8". Perfekt getrennte Sterne mit klaren Beugungsscheibchen rundherum. pin-point stars. Ein Hochgenuß.
ADS 12972: 7m0 und 7m5 bei einer Trennung von 0,6" - Auch hier gelingt die Trennung spielend. Voller Kontrast und klar getrennte Komponenten. Ein Traum!
Alpha Cor.bor = Diadem: bei Komponenten haben 5m2 in einer Trennung von 0,566" - Auch dieser Doppler war getrennt zu sehen. Allerdings keine Beugungsscheibchen mehr - zumindest nicht zirkulär - aber dennoch klar als 2 Scheibchen erkennbar. Der Doppler war einfach zu hell...
Eta Cor.bor.: 5m6 und 5m9 bei einer Trennung von 0,49". Unglaublicherweise ist dieser Doppler auch genauso leicht zu trennen gewesen! Das seeing war gnädig - die Optik ist genial.
Es macht eben einen Unterschied, ob man 85% des einfallenden Lichtes im Zentum hat oder nur 48%, wie bei den SchmittCass-Optiken. Ich habe mit meinem 14" SC damals bestenfalls 0,8" klar trennen können. Der Kontrast im APO ist schlichtweg unschlagbar! Auch bei der Doppelsternbeobachtung spielt das eine große Rolle.
22.7.2006:
NGC 6826: Dieser sogen. "blinking planetary" Nebel hat mich schon seit langem gereizt. Es ist eine Herausforderung für gute Optiken. Da er sehr klein ist (0,42`) benötigt man schon eine hohe Bergrößerung um Details sichtbar machen zu können. Dem 9er wurde also der GroßfeldBino angesteckt mit dem LGaswegkorrektor und schrittweise tastete ich mich mit der Vergrößerung bis schließlich und endlich (guter Transparenz) an 730x heran! Nicht zuglauebm daß dabei noch immer Strukturen erkennbar waren. Am schönsten unter 500 facher Vergr. Mit den Burgess 5mm Okularen ein wahrer Hochgenuß.
NGC 7009: Auch dieser etwa gleichgroße Nebel zeigte bei 500 fach gut erkennabr, warum Saturnnebel heißt. Nicht nur die ovaläre Form sondern die geringgradig erkennabren dunklen Zonen am Äquator waren wahrnehmbar. Ein schwierigeres Objekt als der Blinker.
NGC 7662: Mit gerade mal 12" ist dieser zwar sehr helle aber winzige Planetarier sicher das schwierigste Objekt an diesem Abend gewesen. Erst bei 730 fach kamen ein wenig erkennbar hellere und dunklere Areal im Nebel zur Ansicht. Strukturen waren nicht wirklich sichtbar. Es war aber auch das Seeing nicht mehr das allerbeste.