Design, Tubus, Stabilität der Taukappe:
Die Erscheinungsform des Leichtgwichttubus ist sehr ansprechend. Gleichermaßen elegantes Äußeres verbindet sich mit der unaufdringlichen Schlichtheit im Desing.
Die Lackierung ist bemerkrenswert stabil. Häufiges, auch grobes Hantieren führt nicht gelich zum Abspringen des Lacks, wie man es von Billigfernrohren kennt.
Die Taukappe ist mit einer gut griffigen Rendelschraube fixierbar. Nach Lösen dieser Schraube kann man völlig problemlos die Kappe axial verschieben und erreicht in jeder beliebigen Position mittels Schraube sofort wieder sicheren Halt. Ein Ablaufschutz verhindert lästiges „Abgehen der Kappe“.
Sie läßt sich bequemer weise über das Objektiv zurückschieben, sodaß
Man ohne weiteres z.b. ein Sonnenfolter auf das Objektiv aufstecken kann.
Der Objektivstaubschutzdeckel ist fein säuberlich verarbeitet und dichtet mittels Filzeinlage verläßlich zirkulär ab.
Der Tubus ist belastungssatbil, was heißen soll, daß er häufiges Hantieren ohne Formverlust über sich ergehen läßt.
Tubusverlängerung,Okularauszug:
Die Tubusverlängerung (Teil des OAZ, 100 mm geamt)ist mit einer griffigen Rendelschraube arretierbar.
Die Verlängerung gewährleistet eine notwendige Verstellbarkeit (backfokus von 246mm), sodaß sowohl mit als auch ohne Zenitprisma, auf jedes handelsübliche Okular und jede Kamera fokussiert wereden kann.
Mangelhaft ist allerdings die Stabilität hinsichtlich Koaxialität in voll ausgezogenem Zustand. Bei der Verwendung eines Zenitprismas ist zwar kein Abkippen erkennbar; montiert man allerdings eine CCD Kamera mit einem Gewicht von mehr als 750g, dann kommt es leider doch zu einem deutlichen Abkippen gegen die Längsachse, was für Astrofotografie problematisch ist. Das Maß der Verkippung beträgt bei 750g 2mm, gemessen 90° zur Längsachse. Eine stabilere Aufhängung wäre wünschenswert.
Der Starlight Instruments Feather Touch 2“ 360° Rotations-okularauszug bietet eine maximal komfortable Einrichtung zum Fokussieren, sowohl für visuelles, als auch fotografisches Beobachten. Der völlig spielfreie Auszug läßt sich in der Gangstärke mittels 2er griffiger Rendelschrauben verstellen und funktioniert über seine gesamte Amplitude perfekt. Es gibt hierbei nichts zu kritisieren. Einfach klasse!
Beobachtung visuell/fotografisch:
Die 3 linsige Optik liefert im gesamten Spektrum von Übersichtsvergrößerung bis hin zur hohen Vergrößerung ein immer bis an den Rand perfekt scharfes Bild.
Der Fokus kommt punktgenau, egsal ob mit 18 facher Vergrößerung, oder mit 180facher Vergrößerung. Der Kontrastumfang ist beachtlich!
Das Fokussieren mit dem Feathertouch OAZ geht kinderleicht, auch bei CCD Fotografie.
Natürlich kommt es bei dem Öffnungsverhältnis in den Randzonen zu einer Bildfeldwölbung, die bei der Verwendung einer CCD Kamera (z.B. Starlight Express SXV M25C) etwa gut 20% des Bildes unbrauchbar machen.
Visuell spielt das keinerlei Rolle.
Genial ist das DeepSkybeobachten in einer Übersichtsvergrößerung von z.B. 20 fach mittels 35mm Panoptic. Das enorm große Bildfeld in Verbindung mit dem knackscharfen, kontrastreichen Bild liefert besonders bei den hellen großflächigen Objekten derart viel Details, die man einer so „kleinen“ Öffnung nicht zutrauen würde.
Beobachtung mit dem 3,5 Nagler bei 186 facher Vergrößerung am Mond oder Planeten (trotz sehr kleiner AP) machen Sinn – Farbfehler bleiben aus. Auch bei der Doppelsternbeobachtung – keinerlei Farbränder! Einfach bestechende Qualität!
Kritikpunkte:
Die Schiebeverlängerung, also die Tubusverlängerung im OAZ ist eigentlich das einzige Manko an diesem genailen Kleinfernrohr.
Die Abkippung gegen die Längsachse des Fernrhores ist allerdings wirklich für die fotografische Beobachtung lästig und muß mit einer Unterstützung (siehe Bild) ausgeglichen werden.

Der standardisiert mitgelieferte Sucher ist bei mir nicht zum Einsatz gekommen, weil ich grundsätzlich einen Telrad verwende.
Astrofotografische Ergebnisse gibt es hier zu sehen:
Galaxienbilder
Nebel
Kugelsternhaufen
Planeten